Medicus curat, natura sanat, Deus salvat

„Was bedeutet dieser Satz?“, wurden wir schon häufig gefragt.

Er stammt von Hippokrates und weist uns auf die realen Verhältnisse unseres Menschseins im Rahmen von Gottes Schöpfung hin. Als Menschen bestehen wir nicht nur aus einem physischen Körper. Wir haben eine unsterbliche Seele, die ihrem innersten Wesen nach ein Kind Gottes ist. Der irdische Arzt kann den Körper pflegen und unterstützen. Die unbelastete, vom Menschen nicht maltraitierte Natur ist die Apotheke, die eine Vielzahl von Heilmitteln zur Verfügung stellt. Die Seele in ihrem jeweiligen Zustand trägt die Spuren des persönlichen Verhaltens des Einzelnen. Sie, die Trägerin des Lebens und des Bewusstseins in uns zu heilen bedarf es des Inneren Arztes und Heilers, Christus. Da Christus ebenso wie Gott, unser aller Vater, unseren freien Willen respektiert, bedarf es der freiwilligen Hinwendung und Mitarbeit jedes Einzelnen, damit der Innere Arzt und Heiler wirksam werden kann.

Eine umfassende urchristliche Darlegung der Zusammenhänge von Geist, Seele und Körper finden Sie unter www.sophia-bibliothek.de.

Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen als Einheit von Geist, Seele und Körper versteht Krankheiten als Ausdruck einer Störung der Einheit des Menschen mit Gott und Seiner Schöpfung. Die ganzheitliche Betrachtung verbindet Medizin und Ethik. Die ethischen Grundzüge für ein Leben in Einklang mit Gottes Schöpfung finden sich in den 10 Geboten des Moses und in der Bergpredigt des Jesus von Nazareth.

Was ist die Aufgabe des Arztes?

Jeder Mensch ist ein einmaliges Individuum. Deshalb bedürfen körperliche und psychische Erkrankungen einer sorgfältigen Abklärung nach den anerkannten naturwissenschaftlichen und empirischen Kriterien. Doch dabei sollte es nicht bleiben, wenn es um die Suche nach den Ursachen einer Erkrankung geht. Auch das psychische Erleben des Einzelnen in seinen bewussten und unbewussten Aspekten spielt für alle vegetativen und immunologischen Vorgänge im Körper eine wichtige Rolle. Diese Ebene unseres menschlichen Daseins entzieht sich naturwissenschaftlichem Denken weitgehend, sie bedarf eines empathischen Verstehens durch den Arzt, der nicht nur auf den Körper blickt.
Da wir als Menschen in einem kosmischen Zusammenhang stehen und leben, ist das Verhalten jedes Einzelnen im Rahmen von Gottes Schöpfung von viel entscheidender Bedeutung als uns dies normalerweise bewusst ist.
Gottes Schöpfung ist nach den Gesetzmäßigkeiten der unendlichen, selbstlosen Liebe aufgebaut. Jedes menschliche Verhalten, das sich gegen diese unumstößlichen Grundsätze richtet, schafft Ursachen, die sich als Belastung der Seele und Schwächung des Körpers manifestieren, sofern sie nicht rechtzeitig erkannt und bereinigt werden.
Die universale Kraft, die uns Menschen dabei hilft, unser Verhalten zu erkennen, zur Reue zu finden und umzukehren, ist Christus, der Erlöser aller Menschen und Seelen, der Innere Arzt und Heiler, Der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Wenden wir uns Ihm zu und sind wir bereit, uns selbst zu hinterfragen und zu ändern, treten wir in eine innere Verbindung mit der Kraft des Christus, Der allein eine Ganzheitsheilung von Seele und Mensch bewirken kann. Deus salvat.

Ein Arzt und Therapeut, dem diese Zusammenhänge bekannt und aus dem eigenen Leben vertraut sind, weiß, was er als Mensch vermag und was nicht. Er begegnet seinen Patienten mit Achtung und respektiert den freien Willen jedes Menschen. Er verweist kranke und Hilfe suchende Menschen nicht auf irgendwann zu erhoffende technische Möglichkeiten einer auf den materiellen Körper zentrierten Medizin, die die Belange der Seele aus den Augen verloren hat, diese oft als „unwissenschaftlich“ bei Seite schiebt oder sie gar ignoriert. Er behandelt und pflegt den Körper des Kranken (medicus curat), verwendet dabei wo immer möglich naturheilkundliche Arzneien (natura sanat) und weist ihn auf die Möglichkeit hin, Christus um Seine Hilfe und Beistand zu bitten, sein Erleben und Verhalten zu überdenken und es gegebenenfalls im Lichte der 10 Gebote und der Bergpredigt zu verändern.

Platon hat in seinem Höhlengleichnis ebenfalls auf die Mehrdimensionalität unseres Daseins als Mensch hingewiesen: blicken wir nur auf die Schattenprojektionen auf der Höhlenwand und meinen, diese seien die Realität? Oder erkennen wir, wenn wir uns umdrehen, dass die Schatten durch dreidimensionale Körper verursacht werden? Oder erahnen wir mit Hilfe der Offenbarungen und Lehren aus dem Gottesgeist durch Gabriele heute mehr und mehr, dass es ein Leben außerhalb der Höhle gibt, wo die Sonne scheint, das Licht Gottes, des universalen freien Geistes?

Es ist und bleibt jedem Menschen selbst überlassen, wie er seine Krankheit verstehen, behandeln lassen und auch nutzen möchte.